Ursachen für Krisen, Konflikte und Krankheiten

Familiendynamiken, als ererbte unaufgelöste Systemgesetzverletzungen, sind eine der häufigsten Ursachen für ständig wiederkehrende Probleme und Krankheiten.

Hinweise auf solche Dynamiken, können sein:

  • gleicher Name
  • gleiche Geburtstage
  • gleiche Erkrankungen
  • gleiche Unfälle
  • Selbstmord

Liegen solche "Gleichheiten" vor, so sollte man immer an Dynamiken denken.

Welche Dynamik dabei welche Ursache haben kann, zeigt die folgende Zusammenstellung von D. Bischop.

Dynamik Ursache Folge
Mann oder Frau haben zu wenig Kräfte Kräfte der Ahnen fehlen, da die Eltern kein Paar sind (geschieden, Rosenkrieg usw.)
Als Kind hat die Person noch alle Kräfte und die Eltern stehen als starkes Paar hinter der Person. Durch Systemgesetzverletzungen wie Mobbing, Verlust eines Elternteils usw. ist Leid und Wut entstanden, was die Person nicht abgearbeitet hat und deshalb die Kräfte / Energie eingefroren ist.
Schwierige Paarbeziehungen, Kinder zwischen Eltern, Schwierigkeiten als Führungskraft, wenig Selbstbewusstsein oder Urvertrauen …
Ausschluss z.B. Großvater ist im Krieg geblieben, Verlobter wurde abgelehnt, da nicht standesgemäß genug,
Fehlgeburt oder Abtreibung, zur Adoption weggegeben,
oder es wird nicht mehr über die Personen geredet.
Gleiches Schicksal bzw. Platz einnehmen
Wird ein Vorfahr innerlich als Toter oder Kranker gesehen oder gar nicht wahrgenommen, so wirkt es energetisch als Ausschluss - wichtig ist es, seine Vorfahren als lebendige kraftvolle Personen zu sehen, am besten in dem Alter, als sie ihre Kinder gezeugt haben.
Nachfolgedynamik: Hänsel & Gretel - Effekt Eltern- oder Großelternteil oder älteres Geschwisterkind gestorben, als jüngeres Geschwisterkind noch Kind. Kann auch bei Abtreibung oder Fehlgeburt eintreten. Systemgesetz 4 "Früher hat Vorrang vor dem Späteren" nachfolgen wollen - "Wäre ich doch gestorben, dann wärst du noch am Leben" (Sucht, Tod, Selbstmord, Unfall, Krankheit, Magersucht, Depressionen als mögliche Hinweise darauf)
Angst
Verlassenheitsangst - Gegenteil Heimweh, Versagensangst, Existenzangst, Todesangst
Verlust einer lieben Person, Verhungern, Krieg, Scheitern … - Ängste, die ein Vorfahr erlebt und nicht verarbeitet hat, können auf ein Kind oder Enkel übergehen
Loyalitäten / Erlaubnis
Siehe dazu: Signale und Körper-symptome
Z.B. Großeltern haben im Krieg alles verloren darf es mir besser gehen oder muss ich das gleiche Schicksal erleiden? (Erfolg im Beruf oder in Paarbeziehungen wird unbewusst sabotiert, können darauf hinweisen)
Erlaubnis vorhanden? - für Erfolg, glücklich sein, Sexualität leben, Gesund sein, aggressiv sein, ...
Darf ich ...? Oder muss es mir genauso ergehen wie die Vorfahren?
Ich darf nicht ... - ich muss immer .... - sieht wie ein Schatten aus, es ist hier aber ein anderer Ursprung.
Schuld-Gefühl z.B. unterlassene Hilfeleistung oder jemanden im Krieg umgebracht oder bester Freund umgekommen und ich nicht oder Ausnutzung einer Schwäche (z.B. Notversteigerung eines Hauses) usw. Gefühle der Schuld, Schwächung der Kräfte, Unglück im ersteigerten Haus oder Probleme beim Hausverkauf
Platonische Liebe Ein Vorfahr z.B. Mutter, ist gestorben, als der Sohn noch jünger als 14 Jahre alt war. Die Verlassenheitsangst oder Sehnsucht des Sohnes nach seiner Mutter wurde nicht abgearbeitet. Das Kind des Sohnes, also das Enkelkind kann diese Gefühle übernehmen. Das Enkelkind sucht sich unbewusst eine Partnerin, die aussieht wie die Großmutter, um die Sehnsucht zu stillen. Da eine Verlassenheitsangst besteht, darf sich das Enkelkind nicht wirklich auf die Partnerin einlassen sondern es darf nur eine platonische Liebe bleiben.
Starke Gefühle, die wie ein Dämon auftreten Systemgesetzverletzungen bei den Vorfahren, die nicht abgearbeitet wurden und an die Nachfahren weitergegeben wurden. Neben Ängsten können noch andere Gefühle (z.B. Ohnmacht, Wut, Eifersucht, Pessimismus) auftauchen, die mit einem anscheinend nichts zu tun haben und die immer mal wieder ohne äußeren ersichtlichen Grund auftauchen und einen Fesseln ->Signal, die Dynamik bzw. den Grund für das Gefühl aufzulösen.
Lieblings- Märchen oder Lieder Systemgesetzverletzungen wie "die böse Schwiegermutter" usw. werden oft in Märchen beschrieben. Märchen oder Lieder weisen oft auf Systemgesetzverletzungen hin, die bei den Vorfahren passiert sind.
Z.B. Hänsel und Gretel.
Welche sind Ihre Lieblingsmärchen oder Lieder? Wo deuten sie evtl. hin?
Erste Bindung bleibt die stärkste Die erste Paarbeziehung, in der eine neue Familie gegründet werden kann, bleibt die stärkste Bindung. (Bindung heißt nicht Liebe). Wird diese erste Bindung aufgelöst, und es gibt noch Wut und Trauer, so bindet diese Energie im Negativen. Man ist nicht frei. Kein volles Einlassen auf eine neue Partnerschaft möglich.
Frühere Probleme in der vorherigen Partnerschaft treten auch hier auf, obwohl man alles besser machen wollte.
Versehentliche Aufstellung bzw. vergifteter Platz.
Adoption Die Kräfte erhält man von seinen leiblichen Eltern, die Adoptiveltern erziehen und brauchen einen Ausgleich dafür, dass sie die Verantwortung übernommen haben. Wut des Adoptivkindes auf die Adoptiveltern. Nicht genügend Kraft und Energie bzw. Urvertrauen beim Adoptivkind.
Reihenfolge falsch (früher vor später oder Verantwortung) z.B. Kinder vertauscht oder Kinder stehen über Eltern. Schwierigkeiten bei einer Unternehmensnachfolge.
Frühe Trennung von der Mutter Wird ein Kind in den ersten beiden Lebensjahren für längere Zeit von seiner Mutter getrennt, kann es zu einem Mangel an Kraft oder Liebe kommen Als Erwachsener wird die Mutter ein Stück abgelehnt und es wird probiert, diesen Mangel an Kraft und Liebe vom Partner zu bekommen - was aber nicht geht!
Missbrauch in der Familie Sind die Eltern kein Paar, so übernimmt oft das Kind eine Partnerrolle kann zu sexuellen oder anderen Missbrauch führen.
Trümmerfrau - Verantwortung / Kraft übernommen Eine ausgeglichene Frau verliert ihren Mann im Krieg. Dadurch übernimmt sie die volle Verantwortung für die Familie -> nach außen sieht sie hart aus, da Überleben wichtiger ist und sie ihr Leid / Gefühle abdeckelt (++, -). Kann auch in unausgeglichenen Paarbeziehungen auftreten.
Versehentliche Aufstellung Ausschluss oder eingefrorene Gefühle wie Leid und Wut will ein System nicht. Es kann zu einem vergifteten Platz und einer versehentlichen Aufstellung kommen, damit diese Systemgesetzverletzung aufgelöst wird. Übernimmt eine Person im System den Platz einer anderen Person, so spricht man von einer versehentlichen Aufstellung (s. Ausschluss oder Hänsel & Gretel-Effekt)
Haus kann nicht verkauft werden Wurde ein Haus von den Vorfahren durch Ausnutzung einer Schwäche des Eigentümers z.B. Versteigerung oder "unrechtmäßig" z.B. Vertreibung der Juden erworben so kann es beim Verkauf zu Problemen kommen, da noch etwas Altes an dem Haus hängt, was aufgelöst werden soll.
Ausgeschlossener früherer Verlobter Wurde eine Liebesbeziehung durch äußere Gründe getrennt, z.B. im Krieg oder weil der Verlobte nicht standesgemäß für die Eltern war und sie es deshalb verboten haben und wird dieser Verlobte dann ausgeschlossen dann kann es zu Ausschlussdynamiken kommen. Dem Kind ereilt das gleiche Schicksal, in dem es in der Partnerschaft bis zur Verlobung kommt, aber vor der Heirat die Beziehung endet.
Blockade bei einer bestimmten Sprache z.B. Englisch Beispiel: Im Krieg ist durch einen deutschen Soldaten ein Engländer umgekommen. Diese "Schuld" wird an den Sohn weitergegeben, der sich vor den Engländern bzw. dem Englischem verstecken muss. Trotz des Wollens gelingt es nicht, die Sprache angstfrei und kompetent zu können.
Unerfüllter Kinderwunsch Die beiden Partner mit einem Kinderwunsch sind kein starkes Paar, d.h. der eine ist zu hart, der andere zu weich Wünscht sich ein Paar erfolglos Kinder und es gibt keine körperlichen Hindernisse dafür, so kann es sein, dass das unbewusste System meint: Es ist besser für das Paar, keine Kinder zu bekommen, da es sonst zu Problemen mit Kind kommen könnte, da nicht beide die vollen Kräfte haben. Oft führt ein Kind bei nicht starken Paaren zu einer Trennung.
Leidenschaften Ausschluss oder Verbrechen im Krieg.
Bsp.: Ein Gutsherr hat auf seinem Gut oder Schloss eine Magd geschwängert, sie aber nicht geheiratet. Der Gutsherr als Vater des Kindes ist nicht in Erscheinung getreten, also liegt ein Ausschluss vor.
Treten Leidenschaften auf, z.B. die Leidenschaft für Schlösser (Burgen) oder für ein bestimmtes Land oder jede mögliche Literatur über den Krieg, so kann die Ursache in der Ahnenreihe zu finden sein. Diese Leidenschaft ist der Versuch des Systems, dass die Person sich mit dem dahinterliegenden Problem beschäftigen soll, z.B. um den Ausschluss des Gutsherrn aufzuheben.
Immer wiederkehrende Probleme bei der Arbeit z.B. mit dem Chef Elternpaar nicht kraftvoll. Probleme mit dem Vater, z.B. kann ihn nicht richtig anerkennen, weil er zu hart oder zu weich ist. Oft bilden sich Probleme oder Dynamiken aus dem Vorfahrensystem in der Arbeitswelt ab. Gibt es z.B. Probleme mit der Vaterbeziehung so sucht man sich oft unbewusst einen Chef, mit dem man die gleichen Probleme hat. Diese Probleme sind das Signal des Systems, die Eltern stark zu bekommen und die Beziehung zum Vater zu klären. Danach verändert sich die Beziehung zum Chef ebenfalls.
Dissoziation von seinen Gefühlen Zu viel Wut, Angst, Leid, Trauer sind entstanden. Um damit Leben zu können, werden diese Gefühle gedeckelt. Die oben genannten Dynamiken, falls sie nicht gelöst bzw. abgearbeitet werden, können dazu führen, dass ein Mensch sich von seinen Gefühlen bzw. inneren Bildern trennt, damit er überleben kann und nicht ständig die Gefühle, die hinter der Dynamik steht bzw. Wut und Trauer, erleiden muss.
Oft treten die Gefühle der Dynamik dann unverhofft und ohne ersichtlichen Grund auf -> Signal, die Dynamik aufzulösen.
Wut (eingefrorene Energie) Systemgesetzverletzungen und oben genannte Dynamiken führen dazu, dass Aggressionen entstehen. Werden diese nicht ausgelebt, wird diese Aggression umgewandelt in Wut. Die zeigt sich z.B. dann, wenn das Fass voll ist und es zu einer Explosion kommt. Oder diese Wut richtet sich gegen die eigene Person, z.B. Muskelverspannungen oder Krankheit (von Wut zerfressen, ich könnte vor Wut platzen, z.B. Bluthochdruck)
Trauer, Angst, Ohnmacht (eingefrorene Energie) Wenn zu viel Wut vorhanden ist, kann sie umgewandelt werden in Trauer, Angst oder Ohnmacht, damit die Wut gedeckelt Die Trauer, Angst oder Ohnmacht umwandeln in Wut und von den Verursachern zurücknehmen lassen. Dann wird aus Trauer ein traurig sein und aus Angst ein ängstlich sein.
Last Unbewusste Übernahme von Lasten wie Verantwortung, Leid, Wut, Trauer, Angst, Hänsel & Gretel-Effekt... Eine Last kann eine Dynamik sein, die man erhält bzw. unbewusst übernimmt. Sie raubt Energie und schwächt.
Verschiebung der Wut Verlust des ältesten Sohnes im Krieg Wut gehört zum Verursacher. Oft kommt es vor, dass die Wut sich gegen die falsche Person richtet. Z.B. wenn der älteste Sohn im Krieg geblieben ist und der Vater wütend auf den jüngeren Sohn ist (wieso der Ältere und nicht du?) oder der Sohn ist wütend auf seinen Vater, weil er im Krieg geblieben ist - die Wut gehört aber zum Verursacher des Krieges (Symbol für Verursacher finden lassen).
Tod   Der Tod einer Person kann viele der oben genannten Dynamiken auslösen!

nach D. Bischop