Ausverkauf des Mittelstandes

COMPANY for Sale

 

 

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Chinesen-nehmen-Mittelstand-ins-Visier-article16903101.html

Der Ausverkauf der "Hidden Champignons"
Diese Informationen wurden auch anlässlich einer Veranstaltung der CDU zum Thema "Unternehmensnachfolge" im Kieler Landtag durch den GF der HWB bestätigt. Besonders gute mittelständische Firmen (Hidden Champignons) mit Nachfolgeproblemen können so ganz leicht zum Spielball ausländischer Investoren werden.

Die Folgen

Ein Ausverkauf des Mittelstandes hätte fatale Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, denn häufig passt die Vision der Übergebers nicht zu den Interessen und Visionen des Käufers. Das kann sich dann dramatisch auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken. Ein weiterer Grund aktiv zu werden, damit Nachfolgen auch nachhaltig gelingen.

Das Fazit

Damit Nachfolgen aber tatsächlich auch dauerhaft gelingen, ist es unverzichtbar früh genug mit der Planung anzufangen. Häufig geschieht dies nicht, da der Übergeber diese hoch emotionale Entscheidung, die über sein Lebenswerk entscheidet, vor sich herschiebt. Die Angst sich mit seiner eigenen Endlichkeit und mit seinem eigenen Ableben zu beschäfitigen, wirkt zusätzlich noch hemmend. Da wird geschwiegen und gemauert, bis es dann irgendwann zu spät ist und die Hinterbliebenen vor einem Scherbenhaufen stehen.

Leider hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass der Einsatz eines Coaches, der mit sämtlichen betroffenen Beteiligten im Vorfeld arbeitet und so die emotionalen Stolpersteine ausräumt, ausserordentlich hilfreich sein kann.

 

 

Was der Nachfolger alles beachten muss

Heute widmen wir uns mal den Nachfolgern,  denn die Anforderungen sind ja doch ehrheblich, die ein guter Nachfolger erfüllen muss.

Dazu hat Karl Rehfuß einen sehr schönen Artikel mit der Überschrift "Unternehmensnachfolge als Chance für MBI`s" geschrieben. https://www.dub.de/newsinhalte/unternehmensnachfolge/unternehmensnachfolge-als-eine-chance-fuer-mbis/

 

Ein sehr guter Artikel wie ich finde zum Thema, "was ein potentieller Nachfolger alles beachten sollte, bevor er sich zu einer Übernahme entschließt". Die Hardfacts sind wirklich gut beschrieben, aber...


Die Softskills werden nicht angesprochen.

Die Vision:

Zuallerst muss sich ein Nachfolger mal damit beschäftigen, was für eine Lebensvision er für sein Leben hat. Das bestimmt massgeblich welche Unternehmen überhaupt zu ihm passen. Denn nur wenn die Unternehmensvision und seine Lebensvision übereinstimmen, hat ein Kauf eine Zukunft.

Das Problem:

Viele Unternehmen haben keine Vision, denn Weltmarktführer zu werden oder jedes Jahr > 10% mehr Umsatz sind keine Vision.

Vision bedeuted "Was hat die Welt davon, dass es dieses Unternehmen gibt". Wofür steht diese Firma. Von dieser Vision leitet sich dann die Mission (also was ist mein Beitrag/ mein Anteil zu dieser Vision) ab. Daraus ergibt sich die Strategie und daraus die Ziele. Häufig wird es aber leider genau umgekehrt gemacht.

Pos. Bespiel ist ein Hersteller für med. Geräte. Die Fa. hat die Vision durch ihre Produkte das Leiden der Menschen bei Operationen zu verringern. Es wird sehr darauf geachtet, das diese Unternehmensvision auch allen Mitarbeitern bekannt ist und diese sie unterstützen. So bekommen auch die Mitarbeiter einen ganz hohen Stellenwert und viel Anerkennung und Wertschätzung.

Positive Folgen einer Unternehmensvision:


Hohe Mitarbeiterbindung und Identifizierung führen dann zu einer hohen Effizienz und geringen Fehlerquoten. Daher ist es sehr wichtig für den Nachfolger zunächst einmal für sich selbst zu klären "Was ist denn eigentlich meine Berufung, meine Vision". Dabei bin ich gerne behilflich unter www.Annette-Lenzen.de

Mein Leben für/mit Unternehmensnachfolgen oder warum ich kann, was andere nicht können

Mein Leben für/ mit Unternehmensnachfolgen
Oder
Was ich kann, was andere nicht können!

 

Der erste Schreck
Es war der 25. Januar 1962 um 6:55 Uhr als ich das Licht der Welt erblickte. Es hätte ein Freudentag werden können, wäre da nicht dieses klitzekleine, aber kriegsentscheidende Malheur passiert, denn, oh Schreck, ich war ein Mädchen. Diese Erkenntnis quittierte der Chef, wie alle meinen Opa nannten, mit den markigen Worten „Sch… nur ein Mädchen“ und verließ  das Krankenhaus. Mein Vater zog es vor gar nicht erst zukommen, zu groß war die Enttäuschung, denn schließlich gab es nichts Wichtigeres für eine mittelständische Unternehmerfamilie der Stahlindustrie als einen männlichen Erben zu haben. Seit 1842 gab es unsere Firma und nun das. Das ging gar nicht.
Heute unverständlich, aber in einer Zeit als Frauen noch die Erlaubnis des Ehemanns brauchten, um einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben oder ein Konto zu eröffnen bzw. überhaupt noch nicht als geschäftsfähig angesehen wurden, relativiert sich die schroffe Reaktion meiner Familie auf meine Ankunft.
Nachdem meine Schwester und meine Cousine auf der Welt waren und es immer noch keinen männlichen Erben gab, änderte man die Taktik und machte passend, was nicht passend war. Ich bekam raspelkurze Haare und eine Lederhose angezogen und man begann mit meiner Ausbildung zum Unternehmensnachfolger. Bereits im Alter von 5-6 Jahren trabte ich artig jeden Samstagmorgen an Opas Hand durch den Betrieb und bekam erklärt, wie und womit wir unsere Brötchen verdienten. Wurde ich gefragt, was ich denn mal werden wolle, so antwortete ich voller Stolz mit dem Brustton der Überzeugung „Chef natürlich“. Und Opa freute sich.

Nachfolge, die Erste, Übernahme innerhalb der Familie
Noch bevor ich 10 Jahre war, machte ich  Bekanntschaft mit der ersten Nachfolgeregelung in unserer Familie. Mein Vater und mein Onkel waren bereits beide Geschäftsführer, aber der Opa war noch alleiniger Gesellschafter und auch noch jeden Tag in der Firma. In schöner Regelmäßigkeit kam es zwischen dem Opa und seinen Söhnen zu heftigen Auseinandersetzungen, die der Opa jedes Mal damit beendete, dass er den restlichen Mitarbeitern zu verstehen gab, den Anweisungen seiner Söhne sei nicht mehr Folge zu leisten. Diese Kämpfe waren so heftig, dass bereits die Zahlen des Unternehmens nicht mehr stimmten.
Die Brüder hassten sich wie die Pest, waren sie doch vom Opa in gnadenlosem Konkurrenzkampf erzogen und ständig gegeneinander ausgespielt worden. Aber jetzt waren sie sich einig, „Der Opa musste raus aus der Firma“, sonst würde der Laden vor die Wand fahren.
Da Opa bereits 2 Schlaganfälle hatte, versuchte man es zunächst mit Entmündigung, was sich aber angesichts der sehr wehrhaften 3. Ehefrau des Opas als sehr schwierig gestaltete. Wie genau die drei Geschwister (hier war meine Tante mit an Bord) es dann geschafft haben, den Opa raus zu bekommen weiß ich nicht. Aber die Abhörprotokolle und Überwachungsberichte des Privatdetektives, die ich viel viel später bei der Haushaltsauflösung meines Elternhauses fand, lassen nichts Gutes ahnen. Fakt ist der Opa war von nun an Staatsfeind Nr. 1, er wanderte in die Schweiz aus mit seiner Frau und wir haben ihn nie wieder gesehen. Er ist nicht mal im Familiengrab beigesetzt, sondern fand seine letzte Ruhe in der Schweiz. Grab unbekannt. Dieser Streit hatte nicht nur die Familie unkittbar entzweit, sondern auch sehr viel Geld gekostet, denn selbstverständlich hatte sich  die 3. Frau des Opas nicht kostengünstig zurückgezogen. Geld, das der Firma später noch sehr fehlen sollte. Das war also meine erste Unternehmensnachfolge und sie hat bis heute einen bitteren Beigeschmack.


In der Zwischenzeit hatte ich, ab dem Alter von 14 Jahren, jedes Jahr Praktika im Unternehmen zu absolvieren, um das Geschäft von der Pieke auf zu lernen. Nach dem Abitur äußerte ich den Wunsch, Tiermedizin studieren zu wollen, was für meinen Vater so klang als wolle ich Lokomotivführer werden. Er antworte darauf in seiner knappen Art „ Du, als Erstgeborene, kannst studieren was Du möchtest - nur BWL wird es sein. Wenn Du das nicht möchtest, wirst Du enterbt. Also überlege Dir, was Du tust.“ Damit war die Diskussion für ihn beendet und natürlich entsprach ich seinem Wunsch.

Nachfolge, die Zweite, der Unernehmensverkauf
Nachdem sich die Firma von diesem Nachfolgedesaster einigermaßen erholt hatte, zeigte sich immer deutlicher, dass eine doppelte Führungsspitze, besetzt mit zwei Brüdern, die sich zu tiefst hassen, keine Optimalbesetzung ist. Obwohl wir eines der technisch modernsten Stahlwerke Europas hatten, stimmten die Zahlen nicht und die Brüder mussten an einen Großkonzern verkaufen um nicht Schiffbruch zu erleiden. Mein Onkel hatte damit weniger Probleme, bekamen doch beide Brüder einen Posten als Arbeitsdirektoren im Konzern, aber mein Vater als Vollblutunternehmer kam damit überhaupt nicht zurecht. Dies war also Unternehmensnachfolge die Zweite, diesmal als Unternehmensverkauf.


Ich witterte Morgenluft und bewarb mich trotz meines BWL-Studiums auch noch für einen Studienplatz für Tiermedizin, wohl wissend, dass ich noch einige Jahre Wartezeit haben würde. Vielleicht hätte Papa ja ein Einsehen, wo es doch keine Firma zum Übernehmen mehr gab.
In seiner Zeit als Konzernmitarbeiter wurde mein Vater immer unzufriedener und auch aggressiver gegenüber seinen Vorgesetzten, die seiner Meinung nach seine Firma ruinierten. Es kam wie es kommen musste. In einem Meeting platze Papa der Kragen und er stellte seine Vorgesetzten vor die Wahl entweder seine Bedingungen oder seine Kündigung zu akzeptieren. Und, oh Wunder, sein Vorgesetzter bedankte sich höflich bei ihm und teilte ihm mit, dass man es ab Morgen dann ohne ihn probieren werde. Das war ein Schock für meinen Vater. Er fiel in ein tiefes Loch bekam einen schweren Herzinfarkt.

Gründung, die Erste
Aber mein Vater wäre nicht mein Vater, hätte er sich damit abgefunden. Sämtliche Wettbewerbsklauseln seines Aufhebungsvertrages missachtend, gründete er, noch vor seiner großen Herz-OP ein neues Unternehmen und vergab einen Millionenauftrag. Als Strohfrau nach außen und Partnerin nach innen diente ihm dabei seine Schwester, die als promovierte Kunsthistorikerin und Frau seinerzeit nie als Nachfolgerin auch nur in Erwägung gezogen worden war. Papa delegierte im Hintergrund und meine Tante setzte es super erfolgreich um. Sie hatte das Unternehmergen, obwohl man es ihr nie zugetraut hatte. Sie wurde sogar so erfolgreich und beliebt bei allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern, dass mein Vater - wieder einsatzfähig - , damit nicht umgehen konnte. Er trennte sich auf sehr unschöne Weise von meiner Tante und war endlich alleiniger geschäftsführender Gesellschafter seiner sehr erfolgreichen kleinen Firma. Der Preis dafür war ein weiteres zerrüttetes Familienverhältnis, diesmal zu seiner Schwester.
Ich hatte mittlerweile mein BWL-Studium beendet und am Tag meiner Diplomübergabe bekam ich einen Studienplatz für Tiermedizin. Was für eine Ironie. Unnötig zu beschreiben wie mein Vater darauf reagierte. Es gab ja schließlich wieder eine Firma, die es zu übernehmen galt.
Während ich noch meine ersten Erfahrungen im Berufsleben sammelte, verstarb mein Vater plötzlich und dann kam der Supergau.

Unternehmensnachfolge die Dritte, in der Rolle des Übergebers

Mein Vater hinterließ uns nicht nur eine noch ungeborene Halbschwester, nein, er hatte auch verfügt, dass die Firma, deren Übernahme mein ganzes Leben bestimmt hatte, verkauft werden sollte und zwar mithilfe eines Testamentsvollstreckers. Das war neben aller Trauer ein echter Schock für mich. Ich fühlte mich wie ein hochgezüchtetes Rennpferd, das alles gegeben hat und dem niemand gesagt hat, dass sein Rennen nie stattfinden wird. Meine ganze Lebensplanung lag in Trümmern. Ich hatte eine Berufsausbildung absolviert, die ich nie wollte, nur um dem Familienwunsch zu entsprechen und eine Firma zu übernehmen, die nun verkauft wurde. Am liebsten hätte ich diese Firma, Papas Lebenswerk und Liebstes, mitsamt meinem Vater in die Luft gejagt, nur um ihm auch mal so weh zu tun.
Diesmal waren wir dann als Erben in der Rolle des Übergebers, die das Lebenswerk unseres Vaters verkaufen sollten. Die Festlegung des Kaufpreises tat schon weh, denn all das Herzblut, das mein Vater in diese seine Firma gesteckt hatte, fand natürlich keine Berücksichtigung beim Käufer. Positiv war jedoch, dass es eine super moderne gutlaufende Firma war und es keinen Investitionstau gab. So fanden wir einen Investor, der jedoch die Firma nicht selbst leiten wollte. Außerdem mussten wir gewährleisten, dass das Wissen im Unternehmen bleibt. Um sicher zu gehen, dass das auch funktionierte, schlugen wir eine jeweils 10% Beteiligung der 2. Führungsriege vor und fanden auch ein Finanzierungsmodell. So war es den beiden Mitarbeitern überhaupt erst möglich, diese 10%-ige Unternehmensbeteiligung auch zu finanzieren. Dieses Model läuft bis heute so erfolgreich, das auch der Sohn des einen Mitarbeiters nun Geschäftsführer ist.

Gründung, die Zweite, aber meine erste persönliche
Nach dieser dritten Unternehmensnachfolge und der Erbschaftsauseinandersetzung war nun auch der letzte Rest unserer Familie endgültig zerstört. Ich hatte nur noch Kontakt zu meiner Mutter, die dann leider auch zwei Jahr später verstarb. Ich wurde sehr krank und viel in ein tiefes Loch und war völlig planlos. Und ich war unglaublich wütend auf meinen Vater. Es war sein Recht mit seiner Firma zu machen was er wollte, aber es wäre seine Pflicht gewesen mit mir über seine Pläne zu sprechen und mich frei zu geben.
Nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte, beschloss ich das zu machen, was ich schon immer machen wollte. Über meine Erkrankung hatte ich sehr positive Erfahrungen mit der sog. Alternativmedizin gemacht und so absolvierte ich eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker. 2003, also lange vor dem jetzigen Hype, eröffnete meine eigene Tierheilpraxis.

Bedingt durch meine Jahrzehnte lange Erfahrung mit Hunden und Pferden lief diese Praxis von Anfang an super gut. Bis ich wieder krank wurde und eine schwere Tierhaarallergie mich zur Aufgabe zwang. Es war zum Verzweifeln und ich bekam schwere Depressionen und einiges mehr. Wie sich später herausstellte war eine Schimmel- und Holzschutzmittelvergiftung in meinem Wohnhaus die Ursache dafür.Ich war zwar wohlhabend, aber eben kein Unternehmer mehr. Gesundheitlich und mental schwer angeschlagen, verließ das Haus umgehend und in dieser Zeit verliebte ich mich in den vermeintlichen Mr. Right. Die Weltwirtschaftskrise 2008 im Gespür, überzeugte mich Mr. Right für unsere gemeinsame Zukunft eine kleine lukrative Firma zu kaufen. Die Firma war seit 25 Jahren am Markt, machte mit Premiumprodukten in einem wachsenden Markt ansehnliche Gewinne und die Zahlen stimmten. Dachten wir.  Und ich wäre endlich wieder eine Unternehmerin.

Unternehmensnachfolge die Vierte, diesmal als Unternehmenskäuferin.
Was ich damals nicht wusste war, dass ich für Mr. Right nur das persönliche, finanzielle Sanierungskonzept war und er nur an direktem Zugang zu Bargeld interessiert war. Was wir auch nicht wussten war, dass keine der uns gemachten Zusicherungen im Kaufvertrag auch nur ansatzweise erfüllt werden konnte und ich stattdessen Opfer von Wirtschaftskriminalität auf ganz hohem Niveau geworden war.
Die Mitarbeiter hatten kollektiv gekündigt und ein Wettbewerbsunternehmen gegründet und unsere Kundendatei und Aufträge gleich mitgenommen. Sowohl das uns verkaufte Unternehmen als auch die Verkäuferin waren bereits seit Mitte 2009 insolvenzreif. Die uns vorgelegten Bilanzen waren allesamt falsch. Das Unternehmen haftete für Schulden der Mutter in Höhe mehrerer Millionen und es gab auch noch knapp 500.000 € Steuerschulden und die alte Geschäftsleitung hatte zu Gunsten der Mutterfirma unversteuerte Kundenanzahlungen veruntreut. Alles kam scheibchenweise und ich wusste in dieser Zeit morgens nicht, welche Sau heute durchs Dorf getrieben wird. Als ich dann beschloss, die Reißleine zu ziehen, kam auch noch eine  juristische Fehlberatung zum Tragen, da mir mein Anwalt sagte, ich müsse privates Geld nachschießen, da ich sonst wegen der, von der alten Geschäftsleitung begangenen, Veruntreuung von Kundengeldern in den Knast gehen würde.

Unternemensnachfolge, die Fünfte, diesmal wieder als Verkaüferin

Aus bestimmten juristischen Gründen riet man mir das Tagesgeschäft zu verkaufen und nur den Mantel der GmbH mit allen Forderungen und Verbindlichkeiten zu behalten.
Also fanden wir einen Käufer, der durch Geheimnisverrat unseres Prokuristen, unsere prekäre Lage bestens kannte und ausnutze. Es kam ein sog. Asset Deal zustande, in dem ich persönlich Bürgschaften übernehmen musste.
Dennoch war es so, dass ich bitterlich geweint habe, als ich die Tür  hinter mir abschließen musste, denn ich war keine Unternehmerin mehr.


Die nächsten Jahre fuhr ich zweigleisig. Zum einen wickelte ich die Firmen ab und führte unglaublich viele Prozesse und nachdem ich einen Prozess über mehrere  Mio. gewonnen hatte und dachte, es gibt endlich wieder Licht am Ende des Tunnels, stellte sich heraus, dass die gegnerische Firma, die Schuldnerin, leider seit mehreren Jahren insolvent war, was aber vertuscht worden war. Hinzu kam ein Urteil des OLG's, welches den größtmöglichen Schaden anrichtete und zu einer unlösbaren Pattsituation führte. Was nun folgte war eine Welle der Insolvenzen, denn sowohl die Verkäuferin als auch meine beiden Firmen mussten Insolvenz anmelden, dank dieses nicht umsetzbaren Urteils. Ohne Worte!!!!

Gründung, die Dritte
Zum Anderen bastelte ich an meiner Zukunft als Unternehmerin einer neuen Firma, denn schließlich ich bin die Tochter meines Vaters und nicht dazu gemacht unterzugehen.
Ich absolvierte parallel zu all dem alltäglichen Wahnsinn eine Ausbildung zum zert. Projektmanager GPM, stellte aber fest, dass mein eigentliches Interesse dem Krisen- und Konfliktmanagement, also den Menschen, galt.
Meine Erfahrungen mit Gerichten weckten mein Interesse an der Mediation und am Coaching, denn ohne die Hilfe meine Coaches und späteren Ausbilders, hätte ich diese schwierige Zeit nicht überstanden. Durch die Arbeit mit meinem Coach wurde ich so stabil, dass ich all die unglaublichen und für mich auch z.T. unfassbaren Folgen dieser katastrophalen „Fehlentscheidung Firmenkauf“ überstand.
Das, was mein Coach machte, wollte ich auch, denn wer hat schon mehr Erfahrung in Unternehmensnachfolgen als ich. Wer weiß besser, was es bedeutet nicht mehr Unternehmer zu sein als ich? Dass ich Steherqualitäten habe, das hatte ich ja bereits bewiesen. Auch hatte ich am eigenen Leib erfahren, dass nicht juristisch ausgefeilte Verträge oder die Steueroptimierung der Übernahme darüber entscheiden, ob eine Übernahme gelingt oder nicht. Beides ist sehr wichtig, aber erst viel später. Es sind die weichen Faktoren, die eine Nachfolge erfolgreich werden lassen. Nur wenn sie beachtet werden und stimmen, hat die Nachfolge eine Chance.
Also entschloss ich mich zu einer Coachmediatorausbildung, um damit anderen Unternehmerfamilien so ein Schicksal zu ersparen und ihnen zu helfen, ihre Nachfolge zu einer Erfolgsstory zu machen. Eine Unternehmensnachfolge ist wohl die emotionalste aller unternehmerischen Entscheidungen und daher nicht mit wirtschaftlichen Instrumenten zu behandeln. Dies erkennend, entschloss ich mich zu einer Ausbildung zum Heilpraktiker psych., denn dieses Wissen braucht man, um die Nöte der Beteiligten erkennen und lösen zu können.
Es folgte die Gründung meiner Firma A.L. Unternehmensnachfolge, Coaching, Mediation und & Ahnenarbeit.


Was wirklich entscheidend ist für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge, ist eine intakte Familienkommunikation. Eine Nachfolgeregelung innerhalb einer Familie ist eine extreme Belastungsprobe, sowohl für das Unternehmen als auch für die Familie. Beides ist untrennbar miteinander verwoben und wer am Mittagstisch nicht miteinander redet, der wird es auch in der Firma nicht tun.
Hier kommen alle zugedeckten Konflikte durch die Hintertür zum Tragen. Da kommen Sätze der Tochter oder des Zweitgeborenen wie, „mir hat mein Vater das ja nie zugetraut, ich war nur die zweite Wahl“. Oder „mich hat ja noch nie einer gefragt“.  Aber auch Sätze wie „mein Junior weiß gar nicht wie gut er es hat, er schätzt das alles nicht genug. Jahrelang hab ich geschuftet und nun das“.
Alle alten Verletzungen kommen dann hoch und die Familie und das Unternehmen werden handlungs- und steuerungsunfähig. Das ist der Anfang vom Ende.
Und bestimmte Konflikte, die Familiendynamiken, wiederholen sich von Generation zu Generation. Sie, warum Juristische Topleistungen und Steueroptimierungen allein nicht zum Erfolg führen können!


Es ist heute keine Schande mehr sich externen Rat zu holen. Wenn ich Zahnschmerzen habe, dann ziehe ich mir meine Zähne ja auch nicht selbst.


Wollen Sie meinen Rat?


Fragen sie jemanden, der sich mit Unternehmensnachfolgen und Familienkonflikten auskennt. Der weiß, was es heißt Unternehmer zu sein, der eigene Erfahrungen aus selbsterlebten Nachfolgen hat, der die Ängste und Nöte eines Unternehmerdaseins erlebt hat und der über genügend Empathie und Problemlösungstechniken verfügt um mit Moderation und Mediation ihre Nachfolge zu harmonieseren und zu begleiten. Dazu gehört besonders die Entwicklung einer Familienstrategie, eines Familienvertrages, in dem sich alle Familienmitglieder auf gemeinsame Werte und Vorgehensweisen verpflichten.
Jetzt wissen Sie, warum ich das kann, was andere nicht können und warum ich die Richtige für Ihre Unternehmensnachfolge bin.


Unternehmensnachfolge kann man nicht studieren, man muss sie erleben und leben.