Die 4 Vorausetzungen zur Auflösung von Systemgesetzverletzungen

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nach Dr. Bischop

Um nachvollziehen zu können, wie man Systemgesetzverletzungen auflösen kann, ist es notwendig zunächst zu verstehen, was genau bei ihrer Entstehung passiert.

Verursacht A bei B eine Systemgesetzverletzung, so entsteht im 1. Schritt bei B Leid, Angst, Trauer, Ohnmacht. Diese Emotion wird dann evolutionsbedingt sofort in Wut umgewandelt (Kampf oder Flucht).

Spricht der Verletzte B seine Verletzung nicht an, so bleibt er auf seinem Leid/seiner Wut sitzen und A ist nicht bewusst, dass er überhaupt B verletzt hat.

B muss also entweder seine Gefühle deckeln, was dazu führt, dass er zu hart wird. Wir sprechen von + -.

Oder er deckelt seine Wut, darf nicht wütend sein, und wird dadurch zu weich - +.

In beiden Fällen entsteht Stress und jede weitere Systemgesetzverletzung erhöht den Wut- oder Leidpegel, bis der Verletzte dann irgendwann explodiert oder krank wird.

Liegen nun diese 4 Voraussetzungen vor:

1 Es war mal gut Stellt sicher, dass es sich um die 1. Verletzung handelt und die wertschätzende Haltung bei beiden Parteien noch vorliegt.
2 Der Verursacher ist bekannt Nur der Verursacher kann die Wut des Verletzten nehmen.
3 Beide sind stark genug Notwendig, damit der Verletzte seine Verletzung und sein Leid (Körpergefühl) zeigen und der Verursacher das Leid sehen und die Wut nehmen kann.
4 Sprachlich richtig Wird die Verletzung als Vorwurf ausgesprochen, so fühlt sich der Verursacher angegriffen und eine Auflösung ist nicht mehr möglich.

Liegen all diese Voraussetzungen vor, so kann die erste Verletzung aufgelöst werden. Die wertschätzende Haltung, das Vertrauen bleiben erhalten und die anschließenden Verletzungen hätten nicht stattgefunden.

Mit diesem neuen starken Gefühl schauen sich dann die Parteien die 2. Verletzung an und lösen diese auf, da sie ja im Alten stattgefunden hat. So geht man vor bis in die Gegenwart und auch in die Zukunft.

Das besonders Charmante an dieser Vorgehensweise ist, dass wir immer dort starten, wo es noch gut war. Daher ist es nicht notwendig, dass der Klient die schmerzenden Verletzungen noch einmal erlebt, sondern er bleibt immer davor und schaut aus sicherer Position auf die leidbehaftete Situation. Dies nimmt vielen Klienten die Angst und erhöht so die Bereitschaft, sich auch mit Extremsituationen auseinanderzusetzen.

Gerne lasse ich Sie diese Auflösung an einem alltäglichen Beispiel selbst erleben. Rufen Sie mich an!