Fragenkatalog und Masterplan

Zu Beginn bringt ein Fragenkatalog für alle direkt und indirekt Beteiligten erste Klarheit, über sämtliche Interessen, Bedürfnisse, Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Ängste und Befürchtungen, die im Zusammenhang mit der anstehenden Unternehmensnachfolge bestehen und die berücksichtigt werden müssen.

Fragenkatalog auf Systemgesetzebene

  • Für den Übergeber:

    • Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema Unternehmensnachfolge? Gibt es schon einen festen Termin für Ihren Rückzug?
    • Wie sah Ihre eigene Nachfolgeregelungen und gab es da Probleme?
    • Wie sieht eine ideale Unternehmensnachfolge, ein idealer Nachfolger / eine ideale Nachfolgerin in für Sie aus?
    • Wie stellen Sie sich ihr Leben nach der Übergabe vor? Sind Ihre persönlichen Ziele mit denen des Unternehmens vereinbar?
    • Gibt es bereits einen Nachfolgekandidaten? Kommt er aus der Familie oder aus der Belegschaft?
    • Was hat Sie bewogen, sich für diesen Nachfolger zu entscheiden? Welche Stärken und Schwächen hat Ihr Nachfolger?
    • Wie sieht die Zusammenabeit heute aus und welche Erwartungen haben sie an den Nachfolger?
    • Was denken Sie über die Familie Ihres Nachfolgers?
    • Hat ihr Unternehmen eine Vision? Wofür steht ihr Unternehmen? Wird Ihr Nachfolger Ihre Unternehmensvision weiterleben oder gibt es gravierende Unterschiede?
    • Welche weiteren Personen (Ehepartner, Kinder, Mitarbeiter) sind direkt oder indirekt von der Unternehmensnachfolge betroffen und was sind deren Interessen?
    • Gibt es ungeklärte Familienkonflikte oder Dynamiken, Familiengeheimnisse?
    • Gibt es in Ihrer Familie Personen, über die nicht gesprochen wird?
    • Wie sieht die strategisches Planung für Ihr Unternehmen die nächsten 5 Jahre aus?
    • Wer sind die Wissensträger in Ihrem Unternehmen? Wie lange sind diese Mitarbeiter im Unternehmen und wie alt sind sie? Bleiben diese Mitarbeiter dem Nachfolger erhalten?
    • Sind die Mitarbeiter über Ihre Planung informiert?
    • Gibt es auf Mitarbeiterebene bestehende Konflikte?
    • Gibt es einen Notfallplan, für den Fall, dass Sie als Chef plötzlich und unerwartet ausfallen?
    • Hat Ihre Vertretung alle Kompetenzen, Ressourcen und Befugnisse um ihre Vertretung auch durchführen zu können? Ist ihm seine Rolle auch klar? Genießt er das Vertrauen de Familie und der anderen Mitarbeiter?

  • Für den Nachfolger:

    • War es schon immer Ihr Wunsch, das Unternehmen zu übernehmen? Wie ist es dazu gekommen? Haben Sie diese Entscheidung allein oder mit jemandem zusammen getroffen?
    • Wie steht Ihre Familie / ihr Partner zu der Unternehmensnachfolge? Welche Vision haben Sie für Ihr Leben und Ihre Familie?
    • Welche Erwartungen haben Sie an den Übergeber, die Familie und die Mitarbeiter? Welche Befürchtungen haben Sie bezogen auf die Unternehmensnachfolge?
    • Fühlen Sie sich ausreichend ausgebildet und vorbereitet auf Ihre Tätigkeit als Unternehmer? Was benötigen Sie evtl. noch?
    • Arbeiten Sie bereits im Unternehmen, wenn ja als was und wie lange? Gibt es bereits Konflikte?
    • Wie stellen Sie sich eine ideale Unternehmensnachfolge vor?
    • Wie ist Ihr Verhältnis zu den Mitarbeitern? Wie beabsichtigen Sie die Wissensträger im Unternehmen zu halten?

  • Für sonstige Beteiligte ( Ehefrauen und andere Kinder):

    • Wie stehen Sie zu dem Thema Unternehmensnachfolge?
    • Was sind Ihre Zukunftspläne und Visionen?
    • Was sind Ihre Interesseen, Erwartungen, Hoffnungen, Befürchtungen und Ängste?
    • Was muss gegeben sein, damit Sie eine Unternehmennachfolgeregelung nachhaltig unterstützen können?

    Durch meine sich anschließende Konfliktmoderation, Mediation und der Auflösung von Systemgesetzverletzungen werden dann die verschiedenen Positionen und Konflikte nachhaltig aufgelöst, der Gesamtprozess harmonisiert und dann eine mit und für alle Beteiligten tragfähige Lösung entwickelt.

    Erst dann ist ist das Fundament bereitet, auf dem die Spezialisten die Verträge, die steuerlichen Belange und die Finanzierung individuell für Ihr Unternehmen optimieren können. Um sich darauf vorzubereiten, bieten meine Fragenkataloge erste Anhaltspunkte, wo es evtl. noch bzgl. juristischer, steuerlicher oder betriebswirtschaftlicher Fragen noch Handlungs- und Klärungsbedarf gibt.

  • Juristische Fragen:

    • Welche juristischen Fachgebiete sind durch meine Unternehmensnachfolgeregelung betroffen? Habe ich bereits einen juristischen Beistand meines Vertrauens? Kennt sich dieser auch mit Unternehmennachfolgeregelungen aus?
    • Erfüllt die bisherige Firma alle gesetzlichen und vertraglichen Erfordernisse?
    • Welche Rechtsform eignent sich am Besten für meine Nachfolgeregelung?
    • Wie soll die Übergabe genau erfolgen; entgeldlich / unendgeldlich und in welcher Reihenfolge? Erst die Geschäftsleitung und später die Geschäftsanteile oder beides gleichzeitig?
    • Wie stellen Sie sicher, dass Sie nach Ihrem Ausscheiden von allen Haftungsansprüchen für Unternehmensverbindlichkeiten befreit sind?
    • Welche Verträge und Willenerklärungen werden benötigt? Sind sie vollständig und liegen sie vor?
    • Besitzt die Firma oder Sie Patente oder Schutzrechte? Wie gehen die auf den Nachfolger über?

  • Steuerliche Fragen:

    • Wurden bereits erste Überlegungen Ihrer Unternehmensnachfolge und damit verbundene Konsequenzen mit einem Steuerexperten besprochen?
    • Ist Ihr bisheriger Steuerspezialist auch Fachmann für Unternehmensnachfolgen?
    • Kennen Sie sämtliche mögliche steuerrechtliche Gestaltungemöglichkeiten im Zusammenhang mit einer Nachfolgeregelung?
    • Liegt ein aktueller Steuerstatus vor? Gibt es noch mögliche Inanaspruchnahmen (steuerliche Altlasten) durch das Finanzamt? Liegen sämtliche aktuelle Steuererklärungen und Bescheide für alle verschiedenen Steuerarten vor? Gibt es eine lückenlose Dokumentation?
    • Können durch die Unternehmensübergabe evtl. entstehende Steuerverbindlichkeiten aus vorhandenen Finanzmitteln gezahlt werden?
    • Dient die Unternehmensübergabe auch Ihrer Altersicherung? Welche zusätzlichen Regelungen Ihrer Altersvorsorge gibt es? Wurden auch diese bereits optimiert, wenn ja wie?
    • Gibt es Erben, die nicht Nachfolger werden?
    • Welche erbrechtlichen Ansprüche können evtl. den Fortbestand des Unternehmens gefährden? Gibt es hierzu schon Verträge / Regelungen, die dies verhindern? Gibt es Vermögen außerhalb des Unternehmens?
    • Liegen alle Veträge und Regelungen schriftlich vor und sind diese sauber dokumentiert?

  • Betriebswirtschaftliche Fragen:

    • Wie sieht Ihre strategische Unternehmensplanung für die nächsten Jahre aus? Gibt es eine Marktananlyse? Ist ihr Unternehmen in einer Wachtumsbranche tätig? Wie ist Ihr Unternehmen am Markt positioniert? Welches sind Ihre stärksten Wettbewerber? Kennen Sie deren Geschäftsdaten im Ansatz? Gibt es Entwicklungen / evtl. Gesetze oder auslaufende Patente, die Ihre Wettbewerbsfähigkeit oder Ihren Geschäftsbetrieb nachhaltig gefährden können? Wie breit ist Ihr Unternehmen aufgestellt?
    • Kenne Sie bereits den Wert Ihres Unternhemens? Wurde Ihr Unternehmen bereits durch einen unabhängigen Dritten bzw. Sachverständigen bewertet?
    • Wie ist Ihr Unternehmen aufgebaut und organisiert? Gibt es ein Organigramm? Wie sind die Hirarchien?
    • Sind alle wichtigen Positionen gut besetzt und bleiben die alten Mitarbeiter dem Nachfolger erhalten? Wie ist die Altersstrutkur in Ihrem Unternehmen?
    • Gibt es Konflikte oder Positionen, die sich schon länger nicht mehr zufriedenstellend besetzen ließen?
    • Gibt es eine "Graue Emminenz" oder jemanden, der unersetzlich für das Unternehmen ist?
    • Wie funktioniert der Informationsfluss in Ihrem Unternehmen?
    • Sind Ihre Produkte / Dienstleistungen auch mittelfristig wettbewerbsfähig? Gibt es Investitions- oder Entwicklungsstaus? Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf?
    • Wie sieht Ihr Kunden- und Lieferantenstamm aus? Gibt es Abhängigkeiten, die Ihr Unternehmen gefährden können?
    • Wie ist Ihr Unternehmen finanziell aufgestellt? Gibt es genügend Liquidität und Finanazierungsspielräume? Existiert eine Kostenstelle und Kostenrägerechnung?
    • Wie erfolgreich sind Ihr Vertrieb und Ihr Marketing?

So vorbereitet sind Sie bestens gerüstet um das anspruchsvolle Ziel einer nachhaltig gelungenen Unternehmensnachfolge auch zu erreichen:

  • Dauerhafte Befriedung des Familiensystems durch Findung einer von allen nachhaltig getragenen Lösung
  • Erhalt des Lebenswerkes und der Werte des Übergebers durch den Nachfolger
  • Berücksichtigung abweichender Interessen des Nachfolgers
  • Sicherung der mit dem Unternehmen direkt und indirekt verbundenen Arbeitsplätze
  • Erhalt der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten

Denn Verträge können nur zusammenhalten, was auf Vertrauen basiert!

Gerne helfe ich Ihnen dabei! Rufen Sie mich an!